Die experimenta in Heilbronn ist eine Lern- und Erlebniswelt. Im Frühjahr 2019 wurde das Science Center um einen spektakulären Neubau des Architekturbüros Sauerbruch Hutton erweitert.
Foto © TTC Timmler Technology/Arnulf Hettrich
Das Gravivent-System ist für den Besucher der experimenta praktisch unsichtbar. Lediglich die filigranen Luftdurchlässe in Bodennähe verraten die innovative Kühltechnik.
Foto © TTC Timmler Technology/Arnulf Hettrich
Die innovative Kühltechnologie ordnet sich der Architektur unter, so dass man sie praktisch nicht sieht. Dies ist ein wichtiges Kriterium für das Diamant-Zertifkat der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB), das in erster Linie die architektonischen Qualitäten bewertet.
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Der Designanspruch der Architekten Sauerbruch Hutton verlangte rahmenlose Luftdurchlässe mit funktionalem Zusatzanspruch. Die Luftdurchlässe müssen einen schnellen Zugriff auf versteckt dahinter verlaufende Elektro- und Datenkabel möglich machen.
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Auch die Entwässerungsrinnen im Bereich der Wasserspiele sind eine perfekte Lösung von TTC Technology. Sie winden sich mitten durch den Raum und passen trotz unterschiedlichster Winkel perfekt zusammen.
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Das Funktionsprinzip der TTC Kühl-Units beruht auf dem Naturgesetz unterschiedlicher Luftdichte von warmer und kalter Luft. Die warme Raumluft an der Decke strömt durch Kühl-Units an der Decke. Die abgekühlte Luft gelangt durch den Fallschacht wieder in den Raum.
© TTC Timmler Technology/Ines Heimbuch

experimenta Science Center

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Adresse
Experimenta-Platz, 74072 Heilbronn, Deutschland
Jahr
2019
Bauherrschaft
Schwarz Real Estate
Architekt
Sauerbruch Hutton
Baumanagement
Drees & Sommer
Zertifizierung
DGNB
Schwerkraftkühlung, Luftdurchlässe, Entwässerungskanäle
TTC Timmler Technology GmbH

experimenta – Innovative Schwerkraftkühlung im Science Center | Erstes Museumsgebäude mit DGNB-Zertifizierung in Platin und Diamant.

Der Trend ist eindeutig. Bauherren und Investoren setzen auf Nachhaltigkeit. Was gut für Klima und Image ist, fördert auch den Wert einer Immobilie. Die DGNB hat jetzt das höchste Nachhaltigkeitskriterium in Platin und Diamant an eine besondere Vorzeigeimmobilie der Schwarz-Immobilien vergeben, die Bauprojekte der Dieter-Schwarz-Stiftung realisiert. Die experimenta in Heilbronn gehört damit zu den ersten vier Gebäuden mit dieser höchsten Zertifizierung, dem ersten in der Kategorie Museen. Spektakuläre Architektur und eine Technik, die Ressourcenschonung zur obersten Priorität erklärt, machten diese Bewertung überhaupt erst möglich. Im Mittelpunkt steht die stille Schwerkraftkühlung auf Basis des bewährten Gravivent-Systems, eine Entwicklung der Firma TTC Timmler Technology aus Nordrhein-Westfalen.

"Eine Klimaanlage leistet dann gute Arbeit, wenn man sie nicht sieht, nicht hört und den Luftaustausch nicht spürt", sagt Geschäftsführer Siegfried Timmler. Nur das Ergebnis zählt - nämlich die Wohlfühltemperatur. Das Schwerkraftkühlsystem der experimenta in Heilbronn arbeitet nach einem bewährten Prinzip, das die TTC Timmler Technology mit zeitgemäßen Features in die Gegenwart übertragen hat. Die innovative Gebäudeklimatisierung ist damit selbst eine technisch herausragende Lösung, die eines Museumsgebäudes würdig ist. Für die Architekten war sie deshalb ein wichtiger Baustein auf dem Weg zu einem durch und durch nachhaltigen Projekt, da sie im Betrieb kaum Energie verbraucht und am Ende des Produktlebenszyklus vollständig demontiert werden kann. Zudem fügt er sich so in die Architektur ein, dass er praktisch unsichtbar ist. Dies ist ein wichtiges Kriterium für das Diamant-Zertifikat der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB), das in erster Linie architektonische Qualitäten bewertet.

Die experimenta als Leuchtturmprojekt:
Die Referenzliste der TTC-Technologie ist lang: Ob Bundeskanzleramt, Fernsehstudios oder Flughafenterminals - überall dort, wo Komfort auf Innovation trifft, ist Schwerkraftkühlung eine ideale Lösung. Mit dem Wissenschaftszentrum in Heilbronn kommt nun ein weiteres Vorzeigeprojekt hinzu. Die experimenta ist eine Lern- und Erlebniswelt, die ihren Ursprung in einem ehemaligen Lagergebäude hat. Im Jahr 2019 wurde das Science Center durch einen spektakulären Neubau erweitert. Hier werden Naturwissenschaft und Technik für Menschen jeden Alters greifbar. Mehr als 2.500 Besucherinnen und Besucher können hier täglich auf erfrischende und keineswegs lehrreiche Weise lernen.

Die Körpertemperatur größerer Personengruppen stellt für die Klimatechnik oft eine große Herausforderung dar. Zumal der Bauherr von Anfang an ein klares Ziel definiert hatte: Es sollte nicht nur ein technisch durchdachtes, sondern vor allem auch ein ökologisch vorbildliches Gebäudekonzept sein. Und das nicht nur aus Gründen der angestrebten DGNB-Zertifizierung. Es war auch der Anspruch von Schwarz Immobilien, durch vorbildliches Gebäudemanagement eine Immobilie zu schaffen, die als Leuchtturmprojekt weit über die Region hinaus neue Wege aufzeigt und Vorbildfunktion hat. Mit Dress & Sommer wurde ein führendes europäisches Beratungs-, Planungs- und Projektmanagement-Unternehmen ins Boot geholt. Die Planer entwickelten unter anderem das Energie- und Nachhaltigkeitskonzept, begleiteten das Bauvorhaben als Auditoren der DGNB und übernahmen die Gesamtverantwortung für Management, Planung und Bauüberwachung aus einer Hand. "Die Zusammenführung von anspruchsvoller Architektur, Innovation und sichtbaren Technologien unter der Prämisse der Nachhaltigkeit ist das Highlight des Projekts", so Prof. Michael Bauer, Partner bei Drees & Sommer.

Hohe Wärmelasten erfordern ein effizientes Kühlsystem:
Die Experten setzten auf das stille Gravivent-Schwerkraftkühlsystem von TTC Technology. Die extrem hohen inneren Lasten der Exponate und der Medientechnik erfordern ein leistungsstarkes Kühlsystem, das zudem aus architektonischen Gründen weitgehend unsichtbar sein sollte. In den vier Stockwerken stand eine Gesamtwandlänge von nur 179 Metern für die Bestückung mit den Hochleistungsgeräten AASI.51 zur Verfügung. Die Kühler werden in Abhängigkeit von der Feuchtkugeltemperatur geregelt und gleitend betrieben. Die Vorlauftemperatur des Kühlwassers beträgt 15 Grad, die Rücklauftemperatur des Wassers 17 Grad. Dieses Temperaturdelta reicht aus, um die vorgegebene Raumtemperatur jederzeit auf maximal 26 Grad zu drücken. "Das System ist sehr energieeffizient, geräusch- und wartungsarm und passt perfekt zu den hohen Wänden der experimenta und dem gewählten Lüftungskonzept", ist Projektleiter Jürgen Behringer überzeugt.

Es sind viele Bausteine, die die experimenta zu dem machen, was sie ist: ein rundum vorbildliches Gebäude. Die Glasfassade sorgt für natürliches Licht; das spart Beleuchtungsenergie. Um Wärme- und Kühllasten zu ermöglichen

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