Visualization © VINN, Solothurn
Drawing © W2H Architekten
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Visualization © VINN, Solothurn
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1. Rang Studienauftrag Entwicklung Stadtgraben-Areal

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Locatie
Erlach
Jaar
2023
Auslober
Einwohnergemeinde Erlach und Berninvest AG
Landschaft
Hänggi-Basler Landschaftsarchitektur GmbH
Beratung Bauingenieurwesen
Weber + Brönnimann Bauingenieure AG
Beratung Bauphysik
Grolimund + Partner AG
Visualisierung
VINN, Solothurn

Im Auftrag der Berninvest AG und der Gemeinde Erlach erarbeiteten wir einen Vorschlag für die Umwandlung des heutigen Industrieareals an besonderer Lage zwischen Altstadt und Petersinsel in eine attraktive Wohnanlage.

Das Gravure Areal liegt am Strandboden, am Fuss der historischen Altstadt. Im Gegensatz zu der geschlossenen Bauweise der historischen Strukturen zeichnet sich der Strandboden durch ein offenes Bebauungsmuster aus. Neben den einzelnen freistehende Volumen prägen grössere Baugruppen mit gewerblicher Vergangenheit das Stimmungsbild dieser durchlässigen Siedlungsebene. Das Areal behält sein Gewicht und seine Eigenständigkeit auf dem offen bebauten Strandboden und trennt sich typologisch von der Altstadt ab. Die ortsprägende radiale Bebauungsstruktur wird übernommen.

In der Altstadt reicht der öffentliche Raum bis zur Fassade, auf dem Strandboden sind die Bauten mit Vorgärten von der Strasse getrennt. Im Bereich des Stadtgrabens erhält der öffentliche Raum mit der Fussgängerallee mehr Gewicht. Diese Allee führte ursprünglich zum Hafen, später auch zur Petersinsel. Mit prägenden Volumen wird die Weggabelung als Knotenpunkt gestärkt. Das Überführen der Achse Stadtgraben-Petersinsel Richtung Hafen wird durch das erhaltene Z-förmige Gravure-Gebäude begleitet.

Das gewerbliche Konglomerat Gravure ist seit 1920 in zahlreichen Etappen gewachsen. Die Vielfalt an charakterstarken Bauten in unmittelbarer Nähe zum See ist etabliert und trägt wesentlich zur Identität des Ortes bei. Wichtige Gebäudeteile des ehemaligen Gravure-Areals sowie die denkmalpflegerisch geschützte Villa werden erhalten, die dem Wohnhaus zugehörige Garage auf dem Areal verschoben.

Nebens Raum für eine Kita, eine Tagesstruktur und ein Gemeinschaftsraum werden insgesamt 46 Wohnungen angeboten. 28 davon sind im neu gebauten Hofgebäude verortet, die weiteren 18 Wohnungen im umgenutzten Fabrikgebäude. Die Gebäude erhalten differenzierte Adressierungen: Der Neubau und die alte Villa werden über den Grün­raum adressiert, die Gravure bekommt ihre Adresse vom Stadtgraben. Den Übergangsräumen wird dabei besondere Aufmerksamkeit geschenkt.

Das bestehende Gravure Gebäude steht an einem ge­meinschaftlichen, baumbestandenen Vorplatz. Die mineralische Ausgestaltung dieses Platzes unterstreicht den indus­triellen Charakter und steht im Kontrast zum grünen Hof. Dieser spannt einen durchfliessenden Grünraum zwischen den Baukörpern auf und bindet so neu und alt zusammen. Der daraus entstehende Freiraum schafft eine Diagonalbeziehung und bet­tet darin die kleineren Bauten ein. Ein feines Wegnetz führt zum Ensemble rund um die Kita in der erhal­tenswerten Villa, zu den Eingängen des Neubaus am Hof und schliesst auch das Bestandesgebäude über Nebeneingänge an.

Durch Kleinstrukturen und Vegetationselemente, die sich an den heimischen, standorttypischen Pflanzen­gesellschaften orientieren, entstehen vielfältige Lebens­räume für Mensch, Flora und Fauna. Versiegelte Flächen werden nur reduziert eingesetzt. Deren Entwässerung erfolgt, wo immer möglich, über die Schulter in Grünflächen. Ein Brunnen auf dem Gemeinschaftsplatz vor dem Gravure Gebäude sorgt für erhöhte Aufenthaltsqualität.

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